„Artifical Skins & Bones“:
Projektseminar der
Kunsthochschule Weißensee


Projektpartner: Kunsthochschule Berlin Weißensee, Ottobock, Makea Industries

 

Die Idee zum Projektseminar „Artificial Skins and Bones“ entstand bei einer gemeinsamen Workshop-Reihe der Kunsthochschule Berlin Weißensee und Ottobock und wurde durch Gespräche mit Amputierten, Orthopädietechnikern und Physiotherapeuten angestoßen. Unter der Leitung von Prof. Mika Satomi und Prof. Wolf Jeschonnek experimentierten 15 Studierende mit verschiedenen Materialien und ließen sich dabei von der Natur, ihren Mustern, Strukturen und Funktionsweisen inspirieren.

 

Mit „Shortcut“ entwickelten sie ein Konzept, bei dem ein Armband mit optischem Sensor den Prothesenträgern die Bedienung einer PC-Tastatur und -maus ermöglicht. Dazu stellt „Shortcut“ eine Verbindung zwischen der verbliebenen Muskulatur im Armstumpf und den digitalen Geräten her und übersetzt die Signale in eine berührungslose Steuerung. So bewirkt beispielsweise das Tippen von Daumen und Zeige- bzw. Mittelfinger einen Links- oder Rechtsklick.

 

Das im Rahmen des Projektseminars entwickelte digitale Servicekonzept „active“ unterstützt Amputierte dabei, das Gehen mit Prothese zu erlernen. Dazu stellt es den Prothesenträgern im Rehabilitationsprozess sensorisch erfasste Bewegungsdaten und Videoaufnahmen für ihr selbstständiges Training zur Verfügung. Gleichzeitig erfasst „active“ kontinuierlich Bewegungsdaten, die zur gezielten Anpassung des Trainingsplans sowie der Prothese genutzt werden können.

 

Als eines der ersten Gemeinschaftsprojekte im Open Innovation Space wurde „Artificial Skins and Bones“ mit dem „STARTS Prize 2016“ ausgezeichnet. Der im Auftrag der Europäischen Kommission von Ars Electronica ausgelobte Wettbewerb richtet sich an innovative Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft.

 

MEHR ERFAHREN